Die Riester Rente

Nur von einem Drittel der Förderberechtigten beantragt

Die Riester Rente sollte eigentlich jeder Berufstätige abgeschlossen haben, aber es haben erst ca. ein Drittel der fast 25 Millionen Förderberechtigten einen Riester Rente Vertrag unterschrieben. Dabei lohnt sich diese Form des Sparens wirklich, denn auch der Staat hilft den Versicherten, in dem er Zulagen zahlt und Steuerbefreiungen gewährt. Dadurch unterstützt der Staat den Versicherten einer Riester Rente, damit der Versicherte im Rentenalter keine Lücke bei der Alterversorgung hat.

Wer kann eine Riesterrente beantragen?

Es können alle rentenversicherungspflichtige Arbeiter, Angestellte und Beamte einen Riester Rente Vertrag oder eine Direktversicherung über eine Lebensversicherung abschließen, um auch die staatliche Förderung zu erhalten. Die staatlichen Zulagen werden für die Riester Rente 2006 so ausgezahlt, man erhält 114 Euro Grundzulage und für jedes Kind weitere 138 Euro Zulage. Die volle Grundzulage kann jeder Sparer erhalten, wenn er insgesamt 3 Prozent seines Bruttoeinkommens aus dem Vorjahr (aber ohne die Zulage) selber einzahlt, aber wer weniger anspart, der erhält auch weniger Zulage vom Staat.

Wichtig ist dabei auch noch, dass man alle eingezahlten Beiträge von der Steuer absetzen kann. Auch wenn man arbeitslos ist und Arbeitslosengeld erhält, bekommt man die staatliche Förderung. Während der Elternzeit erhalten die Riester Rente Sparer auch die staatlichen Zulagen, aber nur, wenn die Versicherten mindestens 60 Euro in den Riester Rente Vertrag einzahlen.

Rieser Rente-Fördersparplan

Die Riester Rente kann auch für junge Sparer geeignet sein, auch wenn sie noch sehr viel Zeit bis zur Rente haben. Bei den jungen Sparern werden häufig die Riester Rente -Fondssparpläne abgeschlossen, denn sie können enorm lange von den Chancen der Börsen profitieren und haben auch mehr Zeit, um mögliche Verluste der Fonds auszugleichen. Die Fondssparpläne können vielleicht höhere Gewinnchancen bringen, mehr als eventuell die anderen Riester Rente –Sparformen, aber dafür ist auch das Verlustrisiko viel höher. Aber bei den Fondssparplänen zur Riester Rente kann man mit der richtigen Produktwahl zwischen Risiko und Renditechancen so beeinflussen, dass man mehr Geld in sichere und festverzinsliche Papiere fließen lässt, je näher das Rentenalter kommt.

Wenn sich im schlimmsten Fall keine Weiterentwicklung bei der Geldanlage verzeichnet, dann machen trotzdem die Sparer noch Gewinne. Denn sie erhalten immer die eingezahlten Beiträge plus der staatlicher Zulagen zum Rentenbeginn zurück bezahlt, aber die Auszahlung ist im Alter leider steuerpflichtig. Doch die Sozialabgaben für Kranken- und Pflegeversicherung müssen nicht bezahlt werden und das Angesparte Geld in der Riester Rente muss auch nicht aufgebraucht werden, wenn Arbeitslosengeld II gezahlt wird.

Die Sparer eines Riester Rente Vertrages können ihren Vertrag auch ruhen lassen, wenn sie den Beitrag nicht mehr zahle können oder wenn sie nicht mehr förderberechtigt sind.

Text: Sabrina Fries - Artikel vom: 14.12.2006