Möglichkeiten der privaten Altersvorsorge
Warum private Altersvorsorge ?
Die Rente soll nach dem Erwerbsleben den Lohn ersetzen, und den notwendigen Lebensstandard sichern der bis dahin im Berufsleben erreicht wurde. Nach der heutigen Entwicklung kann die gesetzliche Rentenversicherung diese Vorsorge nicht länger leisten. Das Rentenalter wird immer weiter angehoben, und die Renten werden gekürzt oder auf dem bisherigen Stand eingefroren.
In Deutschland existieren für die Altersvorsorge die gesetzliche Rentenversicherung, die staatlich geförderte Vorsorge, auch Riester Rente und Rürup Rente genannt, die betriebliche und die private Vorsorge. Aufgrund der leeren gesetzlichen Rentenkassen wird eine private Rentenvorsorge immer wichtiger, weitere Kürzungen der Renten sind bereits geplant, und wer nicht rechtzeitig eine private Vorsorge trifft, hat ab Rentenbeginn ca. 1/3 weniger Geld zur Verfügung. Nach dem derzeitigen Stand wird jemand der 40 Jahre lang regelmäßig in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt hat nur 45% seines letzten Bruttoeinkommens zur Verfügung haben.
Unterschied Rieser Rente und Rürup Rente
Die Riester und Rürup Rente sind eine staatliche geförderte Sonderform der privaten Altersvorsorge, und eignen sich je nach Lebenssituation gut für einen zusätzlichen Teil der Altersvorsorge. Mit der Riester Rente haben Arbeitnehmer die Möglichkeit eine Einkommens- und kinderbezogene Förderung zu erhalten, die Rürup Rente eignet sich vorwiegend für Selbständige. Diese beiden Altersvorsorgemodelle aus Steuervorteilen und Förderzulagen sollen einen Teil der größer werdenden Rentenlücken der gesetzlichen Rente decken. Vor Abschluss eines Riester Altersvorsorge Produktes sollte unbedingt ein Riester Vergleich der Anbieter urchgeführt werden.
Weitere Anlagemöglichkeiten der privaten Altersvorsorge bestehen in einem Banksparplan, der auch für vermögenswirksame Leistungen genutzt werden kann. In diesem Sparplan spart der Anleger ein Guthaben mit fester Verzinsung an. Dabei wird der Zinssatz von der Laufzeit oder dem Sparbetrag bestimmt und der Vertrag unterliegt nur einem minimalen Risiko. Die Erträge sind daher im Zuwachs auch nur langsam steigend, der Vorteil des Banksparplanes ist dass für den Anleger keine zusätzlichen Kosten hinzukommen. Der Banksparplan wird meist von älteren Anlegern bei einer kurzen Ansparzeit genutzt, aber auch für Menschen die kein hohes Risiko eingehen wollen ist diese Möglichkeit gut geeignet.
Ablauf und Ertrag bei einer privaten Rentenversicherung
Die private Rentenversicherung ist eine Kombination aus Versicherung und Kapitalanlage, angelegt wird das Geld durch die Einzahlung von Beiträgen die ab 2007 mit mindestens 2,25% verzinst werden. Eine Ausschüttung von Überschussbeteiligungen kann erfolgen und auch bei dieser privaten Altersvorsorge ist ein eher geringes Risiko gegeben. Die Ertragschancen liegen hier im mittleren Bereich und die Zielgruppe sind junge, sicherheitsbewusste Versicherungsnehmer. Die nächste mögliche Kapitalanlage ist ein Fondssparplan, bei der die Anlage in Investmentfonds erfolgt. Investmentfonds können Rentenfonds, Aktienfonds oder gemischte Fonds sein. Je nach Anlage unterscheidet sich der Fondssparplan in den Ertragsmöglichkeiten, denn die Anlagerendite ist abhängig von der Entwicklung der Anlagemärkte.
Bei geförderten Produkten wird der Kapitalerhalt zwar zugesagt, aber die Garantie einer Mindestrendite erfolgt bei dieser Anlageform nicht. Das Risiko wird durch die Fondsmischung bestimmt, also durch die Auswahl der in dem Fonds enthaltenen Elemente. Die Fondsmischung bestimmt allerdings auch die Rendite. Zusätzliche Kosten ergeben sich hierbei durch Verwaltungskosten und Ausgabenaufschlägen.
Text: Ralf Eppmann- Artikel vom: 14.01.2007