Der erste Mensch auf dem Mond

Die Faszination des Erdtrabanten

Schon seit Urzeiten faszinierte der Erdtrabant die Menschen auf der Erde. Sein geheimnisvoll anmutendes Licht am Nachthimmel, welches im monatlichen Rhythmus täglich ein anderes Bild bietet, seine Ausstrahlungskraft und sein bereits in den alten Hochkulturen benannter Einfluss auf die Erde und ihre Bewohner... da war der Weg zum Traum, auf dem Mond zu landen, wohl stetiger Begleiter des Menschen.

Wettlauf zwischen der USA und der Sowjetunion

Der erste Mensch auf dem MondEs dauerte jedoch bis in das vergangene Jahrhundert, genauer gesagt bis zum 21. Juli 1969, bis der Wettkampf zwischen den USA und der ehemaligen Sowjetunion, damals noch unter dem Einfluss des Kalten Krieges, beendet wurde und Neil Armstrong als erster Mensch für die Vereinigten Staaten von Amerika den Mond betrat.

Die Vorbereitungen der amerikanischen Weltraumorganisation NASA begannen jedoch bereits viele Jahre früher. Erste systematische Erforschungen des Erdtrabanten erfolgten bereits in den Jahren 1964 und 1965 mit sogenannten Ranger-Sonden, welche die notwendigen Daten für den dritten Start zum Mond und der ersten bemannten Mondlandung sammelten.

Start der Saturn V Rakete von Cape Kennedy

All diese Forschungsergebnisse ermöglichten am 16. Juli 1969 den Start von Cape Kennedy. Auf der Startrampe befand sich die dreistufige Saturn-V“-Rakete mit einer Höhe von 111 Meter. An Bord waren drei Astronauten: Edwin Aldrin, Michael Collins und Neil Armstrong als Kommandant.

Nach dem geglückten Start waren die Astronauten fast genau 100 Stunden unterwegs. Während Armstrong in Begleitung von Aldrin mit der Mondfähre auf der Mondoberfläche landete, blieb Collins in der Mondumlaufbahn und überwachte von dort die Kommandozentrale.

Mondlandung wurde live im Fernsehen übertragen

Die Liveübertragung aus der Nacht vom 20. auf den 21. Juli 1969 wurde von rund 500 Millionen Menschen an den Fernsehgeräten verfolgt. Selbst die professionellen Berichterstatter waren sprachlos angesichts der sich ihnen bietenden nicht alltäglichen Bilder von der Mondlandung, die sich in einer Entfernung von über 300.000 Kilometern abspielten.

Neil Armstrong betritt 1969 den Mond Boden

Neil Armstrong setzte als erster seinen Fuß auf den Boden des Mondes und äußerte hier seinen berühmt gewordenen Satz, der in die Geschichte eingehen sollte: „That's one small step for  a man ... one giant leap for mankind (Es ist ein kleiner Schritt für einen Mann, ...ein gewaltiger Sprung für die Menschheit)“. Danach rammte er eine Amerikanische Flagge in den harten Boden des Mondes und kennzeichnete damit den Wettlauf zum Mond für beendet.

Erst zwanzig Minuten später setzte auch Edwin Aldrin seinen Fuß auf den Mond. Auf dem staubigen Untergrund werden die Fußabdrücke der beiden Astronauten stets zu sehen sein, da es keine Luft und folglich auch weder Wind noch Regen auf dem Erdtrabanten gibt. 21 Stunden später startete die Mondfähre wieder zurück zur in der Umlaufbahn verbliebenen Kommandozentrale Apollo 11. Im Gepäck 27 kg Mondgestein sowie ein Erlebnis und Eindrücke, wie sie wohl von keinem der 500 Millionen Zuschauer an den Fernsehern nachvollzogen werden können.

Text: Kai Reinert - Artikel vom: 13.04.2007 - Bildquelle: Alexander Hauk/pixelio.de