Singledasein einmal  historisch betrachtet

Millionen Frauen und Männer sind Single

Der Begriff Single ist ein heute  oft benutzter Begriff, mit dem die meisten Menschen inhaltlich dasselbe meinen. In Anbetracht der Tatsache, dass alleine in Deutschland ca. 15 Millionen Frauen und Männer unterschiedlicher Altersstufen diese Lebensform freiwillig oder gezwungenermaßen auf sich nehmen und  die Zahl der allein lebenden Menschen in den nächsten Jahren noch steigen wird, ist es angebracht, über das Singledasein einmal  ernsthaft nachzudenken.

Kann eine westlich orientierte Gesellschaft eigentlich einen so hohen Anteil von Ein-Personen-Haushalten ökonomisch akzeptieren, denn der Wohnraumbedarf steigt  erklärtermaßen an, ein Singlehaushalt ist ausgesprochen kostspielig, muss er doch  im Prinzip dieselbe Infrastruktur bezüglich des Haushalts vorhalten wie eine mehrköpfige Familie. Nun sollte man aber nicht in Panik verfallen, denn der selbst ernannte Single muss dies nicht bis an sein Lebensende bleiben, seine Lebenssituation ist durchaus im Fluss und wandelbar.

Eheschliessungen im 19.Jahrhundert nicht für jeden möglich

Noch im 19. Jahrhundert war es den besser gestellten Ständen wie Bauern, Handwerkern und Kaufleuten vorbehalten, eine Ehe zu schließen, das schlechter gestellte Dienstpersonal blieb meistens partner-, also auch ehelos, lebte aber im Kreis des Arbeitgebers oder der eigenen Großfamilie, genoss ihren Schutz und  ihre Gesellschaft. Wer in dieser Zeit wirklich allein lebte, war meistens vermögend, manchmal vielleicht auch kauzig oder durch seinen Stand dazu verpflichtet.

Erst die Industrialisierung brachte einen rasanten und nicht mehr aufzuhaltenden Wandel der Gesellschaft. Diese Veränderung erlebt ihren Höhepunkt in allen Lebensbereichen mit der Emanzipation der Frau. Familie, Kindererziehung und auch Karriere im Beruf musste die Frau koordinieren, unter einen Hut bringen. Wo früher die Frau alle Veränderungen in der Familie mit getragen hatte, änderte sich ihr Anspruch jetzt total. Bindungen wurden lockerer, mitunter ganz aufgegeben und …, was noch einfacher war, erst gar nicht eingegangen.

Das Produkt dieser Entwicklung: der moderne Single als Frau oder auch Mann. Nun, die Bedürfnisse an die Sexualität haben sich damit natürlich nicht gewandelt und verändert, sind anders, toleranter, offener, grenzüberschreitender geworden, aber die Suche nach Nähe und Geborgenheit zu einem geliebten Partner ist geblieben. Dieses sind naturgegebene, den Menschen erst zum Menschen machende Eigenschaften, die tief ins uns verankert sind.

Wie finden Singles heute ihren Partner

Was machen Singles heute, wenn sie auf Partnersuche sind? Nicht jedes einsame Herz mit dem Wunsch nach Partnerschaft wird in Discotheken und anderen Etablissements fündig. In letzter Zeit ist es ausgesprochen populär geworden, seinen Traumpartner über Kontaktanzeigen in Internet zu suchen und auch zu finden Sie dienen einzig dazu, Singles auf Partnersuche zusammenzubringen zum Flirten, Verlieben, Freizeit… bis hin zu online date und blind - date, je nach Wunsch und Begehren des einzelnen.

Vorteilhaft ist bei dieser Form der Partnersuche, dass Millionen von Gleichgesinnten im Internet  Chat anzutreffen sind, was eine Trefferwahrscheinlichkeit enorm erhöht, und  trotz Erstellung eines Profils, das man erstellen muss, bleibt der User so lange anonym, wie er es wünscht.

Text: Rüdiger Wolf - Artikel vom: 10.05.2007