Kochen der Zukunft - Der Induktionsherd

Mit dem Induktionsherd in die Zukunft

InduktionsherdImmer mehr Profiköche schwören auf ihn, aber auch in der normalen Küche ist er immer öfter zu finden: der Induktionsherd. Die Werbung verspricht ein vieles: Energieeinsparung, mehr Komfort und auch mehr Sicherheit. Aber was kann das neue Kochen leisten? Ein Induktionsherd produziert im Gegensatz zum Elektroherd keine direkte Wärme, sondern ein magnetisches Wechselfeld, das nur das Metall des Kochtopfes selber erwärmt.

Dieses Magnetfeld wird durch eine Spule im Gerät erzeugt. Normalerweise ist oberhalb der Spule ein Kochfeld aus Glaskeramik, um die Elektronik zu schützen. Bei der Verwendung eines Induktionskochfeld muss man geeignete Töpfe aus ferromagnetischem Material benutzen, da ansonsten keine Wärme erzeugt wird. Die meisten normalen Kochtöpfe, die man derzeit benutzt sind aber aus diesem Material. Es sei denn, man kocht noch gerne mit Aluminumtöpfen, die sind dafür nämlich nicht zu gebrauchen. Aber man kann den Ferromagnetismus ganz leicht selber testen. Man nimmt einfach einen Magneten und hält in an den Topfboden. Wenn er hängenbleibt, kann man den Topf benutzen.

Hohe Energieeinsparung mit dem Induktionsfeld

Dadurch das ein Induktionsfeld nur dann aufgebaut wird, wenn auch ein Topf auf dem Kochfeld steht, geht keine Energie verloren, wenn man den Topf mal wegstellt. Auch hat das Kochfeld, im Gegensatz zum Elektroherd, sofort die volle Heizleistung. Das heisst, es geht keine Energie durch das Aufheizen der Herdplatte verloren. Und diese Geschwindigkeit sieht man auch beim Kochen von 2 Liter Wasser. Während man beim E-Herd ca. 12 Minuten warten muss, kocht das Wasser beim Induktionskochfeld schon nach 5 Minuten. Eine Einsparung von bis zu 50% des Stromverbrauchs ist also möglich.

Komfort eines Induktionsherdes

Da man die Heizleistung gradgenau regeln kann, brennt auch nichts mehr an. Das Schrubben von Töpfen gehört damit auch der Vergangenheit an. Und Milch kocht auch nicht mehr über, denn der Herd regelt die Energiezufuhr so, dass die Temperatur zum Überkochen der Milch nicht erreicht wird. Und auch das Erwärmen von Schokolade im umständlichen Wasserbad kann man vergessen, denn auch das kann der Herd alleine regeln.

Sicherheit

Besonders im Haushalt mit Kindern hat der Induktionsherd einen ganz großen Vorteil: da nur noch der Topf direkt erhitzt wird, gibt es keine Gefahr mehr für Kinderhände auf heissen Herdplatten, denn die Platten werden nicht mehr heiss. Man kann sogar Stoffe, wie ein Küchentuch zwischen Herdplatte und Topf legen und der Topf wird trotzdem heiss.

Noch sind gute Induktionsherde kein günstiges Vergnügen, aber je mehr sie verbreitet sind, desto günstiger werden die auch. Einige Profiköche lassen den klassischen Gasherd für bestimmte Kochrezepte auch schon links liegen. Denn Pilzgerichte benötigen in der Regel eine sehr große Anfangshitze, damit das Wasser nicht beim langsamen Erhitzen verdampft und diese schnelle Hitze kann der Induktionsherd perfekt erbringen. Also bei dem Kauf einer neuen Küche ruhig mal über die Vorteile eines Induktionsherdes nachdenken.

Text: Michael Janssen - Artikel vom: 16.12.2006