Alpha Opportunity Investmentzertifikate
Der Cost-Average-Effekt
Der Cost-Average-Effekt ist eine Bezeichnung für das Ausnutzen von Kursschwankungen im Rahmen eines Sparplans. Dabei wird regelmäßig ein fixer Geldbetrag angelegt und nicht eine feste Anzahl von Anteilen erworben. Dadurch wird antizyklisch investiert: Bei niedrigen Kursen werden viele, bei hohen Kursen wenige Anteile erworben. Dies führt zu einem günstigeren Durchschnittspreis als beim Erwerb von einer festen Anzahl von Anteilen.
Hier ein kleines Beispiel als AlphaOpportunity den Effekt zu veranschaulichen:
|
|
Regelmäßiger Betrag: 100 € | Regelmäßige Anzahl: 5 Anteile | ||
| Kurs: | Stück | Betrag | Stück | Betrag |
| 20,00 € | 5 | 100,00 € | 5 | 100,00 € |
| 50,00 € | 2 | 100,00 € | 5 | 250,00 € |
| 25,00 € | 4 | 100,00 € | 5 | 125,00 € |
| 10,00 € | 10 | 100,00 € | 5 | 50,00 € |
| Summe | 21 | 400,00 € | 20 | 525,00 € |
| Durchschnittspreis |
|
19,05 € |
|
26,25 € |
Sparplan mit gleichen Beiträgen günstiger
Wie zu sehen ist, schneidet der Sparplan mit gleich bleibenden Beträgen besser ab. Je höher die Schwankungsbreite des Anlageobjektes und je länger der Sparplan, desto besser ist nachher der Durchschnittskurs bei der Variante mit gleich bleibenden Betrag gegenüber einem Sparplan mit konstanter Stückzahl.
Denkbar wäre so ein Plan für beliebige Vermögenswerte, sofern diese auch in Bruchteilen existieren können. Denn wenn der Kurs keine ganzzahlige Stückzahl zulässt, die gekauft werden soll, bleibt der Anlagebetrag nicht gleich, da gerundet werden müsste. Schließlich kann man keine Halbe Aktie erwerben. Investmentzertifikate können hingegen auch in Bruchteilen dem entsprechenden Depotkonto gutgeschrieben werden.
Sparplan mit Investmentzertifikaten
Wer die Zertifikate natürlich gerne als Urkunde in den Händen halten möchte, also effektive Stücke ausgehändigt bekommen will, kann den Sparplan also auch nicht realisieren. Aus diesen Gründen ist in der Regel der Sparplan mit Investmentzertifikaten nicht nur die Alpha Opportunity, um den Cost-Average-Effekt zu nutzen, sondern oft auch die einzige Möglichkeit.
Überdies ist zu bedenken, dass bei regelmäßigem Kauf von Aktien bzw. Renten auch die jeweiligen Maklergebühren und Courtage zu bezahlen sind. Hierbei sind Mindestsummen festgelegt, sodass der Erwerb von 1 Aktie das Gebührenkonto unter Umständen genauso belastet wie der Kauf von 5 Aktien. Auch der von Rate zu Rate variierende Anlagebetrag macht das Investieren in eine gleich bleibende Anzahl von Anteilen äußerst unhandlich.
Cost-Average-Effekt nutzen
Ein weiteres schlagendes Argument für die Verwendung von Investmentzertifikate um den Cost-Average-Effekt bei Sparplänen auszunutzen, ist die Risikostreuung des angelegten Geldes, da die Zertifikate einen Anteil an dem breit gestreuten Sondervermögen der Kapitalanlagegesellschaft verbriefen. Diese Streuung ist für solche Beträge, wie sie dem Beispiel zugrundeliegen, schlichtweg nicht zu realisieren.
Gerade um sich ein kleines Vermögen aufzubauen, ist ein Investmentsparplan eine Alpha Opportunity, um dabei bei einem überschaubaren Risiko Erfahrungen an der Börse zu sammeln.
Text: Thomas Kroll - Artikel vom: 24.11.2006