Vertrauen in Finanzdienstleister gestärkt

Aufgabengebiet eines Finanzdienstleisters

In der gesamten Bundesrepublik gibt es zurzeit rund 470.000 Finanzdienstleister, die allerdings noch kaum wahrgenommen werden. Ihnen gehört nach aktuellen Umfragen die Zukunft in unserem Land. Denn in den Vereinigten Staaten von Amerika ist der Beruf des Finanzdienstleister schon jetzt auf den vordersten Plätzen und wird gleich nach Anwälten, Doktoren und Managern genannt. Sein Aufgabengebiet ist nicht nur, wie allgemein angenommen wird, die Kreditbeschaffung für den Mandanten, nein er kümmert sich um weit aus mehr als immer angenommen wird.

Er berät die Mandanten ganzheitlich in den Fragen der Vorsorge, wie zum Beispiel kann der Mandant im Alter beruhigt seinen Lebensabend verbringen ohne seinen Standart zu reduzieren und dadurch jetzt nur eine geringere Mehrbelastung zu haben. Deshalb berät er den Kunden ganzheitlich auch in den Fragen der Steuereinsparung zum Beispiel bei der richtigen Kapitalanlage, den so genannten Steuer-Spar-Modellen. Umfragen haben aber allerdings ergeben, dass viele Bürger nach wie vor Ihrem Berater in der Bank oder Sparkasse immer noch mehr Vertrauen schenken als dem freien Finanzdienstleister. Sicher hat es auch etwas mit den schwarzen Scharfen in dieser Branche zu tun, die eine ganze Dienstleistungssparte in einem schlechten Licht da stehen lassen.

Qualifikationsnachweise bei der Finanzdienstleistung

Auch die Bundesregierung weiß um die Sensibilität der Bürger grade in diesem Bereich der Finanzdienstleistung bescheidet. Sie will und hat neue Rahmenbedingungen geschaffen, die den Finanzplatz Europa insgesamt stärken. Es wurde mit der Verabschiedung der Vermittlerrichtlinie auch eine Qualifikation in diesem Bereich eingeführt, somit muss jeder Finanzdienstleister einen Qualifikationsnachweis erbringen.

Damit sind die angestellten Vermittler gleichgestellt mit den freien Vermittlern und beide Berufs Gruppen müssen die gleiche Qualifikation vorweisen. Damit wird die Qualität und das ansehen des freien Finanzdienstleisters auch in Deutschland enorm ansteigen. Der freie Vermittler kann über die ganze Breite der Versicherungs- und Kapitalprodukte zum Wohle des Kunden auswählen. Wobei der gebundene Vermittler den Sie zum Beispiel in der Bank oder Sparkasse finden aber auch bei den Ausschließlichkeitsvertretern. Sie können und müssen Ihre Produkte anpreisen auch wenn Sie selbst nicht davon überzeugt sind, dass diese zum Wohle des Kunden sind.

Einführung der Versicherungsvermittlerrichtlinie

Einer der ersten Schritte in diese Richtung war sicher die Einführung der Versicherungsvermittlerrichtlinie. Es wurden schon bei den Entwürfen zu den Vorlagen dazu die Anregungen von Verbänden und den unabhängigen Finanzdiestleistern eingebracht auch bei den weiteren Gesprächen wurden Sie mit einbezogen. Was bei den Gesprächen mit den Vertretern der Verbände bezüglich der Qualitätsstandards und Qualitätssicherung herausgekommen ist, ist ein wichtiger Schritt in die Zukunft. Einige Elemente wie zum Beispiel eine Berufshaftpflichtversicherung und ähnliche Vorkehrungen sind ein wichtiges Element für den Vertrauensaufbau zwischen dem Dienstleister und dem Kunden. So wurde von der Bundesregierung ein Stück weit Verbraucherschutz implantiert.

Klar ist aber, die Finanzdienstleister übernehmen eine enorm wichtige Aufgabe in der Bundesrepublik, für die Altersvorsorge und die Kapitalanlage insgesamt. Es ist auch unbestritten, dass den freien Finanzdiestleistern die Zukunft in Deutschland gehören wird.

Text: Reik Misoph - Artikel vom: 12.03.2007