Flexibles und sicheres Geld sparen beim Konto

Lohnt sich ein herkömmliches Girokonto ?

Wenn Kunden ein Girokonto bei einer Bank eröffnen, dann fragen sie ganz gern nach den Zinsen, die sie auf das Guthaben dort erhalten können. Dies ist natürlich berechtigt, denn mit einem herkömmlichen Sparbuch lassen sich oftmals kaum noch ordentliche Zinsgewinne abschlagen. Insofern man nach einem Konto mit möglichst hoher Guthabenverzinsung sucht, dann sollte man auch nicht die Kostenseite vernachlässigen.

Es nützt überhaupt nichts, wenn man Zinsen für das Guthaben bekommt aber zugleich Kontoführungsgebühren zahlen muss. Daher sollte man eigentlich schauen, dass man das Girokonto kostenlos bekommt, selbst wenn dort die Verzinsung nicht so hoch ausfallen sollte. Wie man trotzdem flexibel sparen kann, erfahren Sie weiter unten. Zunächst widmen wir uns der Frage, warum die Verzinsung auf dem Girokonto weniger sinnvoll ist, wenn zugleich Kosten für die Kontoführung anfallen.

Kosten-/Zinsen Gegenüberstellung bei einem Girokonto

Nehmen wir einmal an, bei einem Girokonto fallen monatlich 5,- EUR also Kontoführungsgebühr an, so macht dies im Jahr immerhin 60,- EUR. Diesen Betrag wollen wir nun durch Zinsseinnahmen auf dem Girokonto wieder herausholen, um letztenendes nichts bezahlt zu haben. Um genau diese Jahresgebühren mit den Guthabenzinsen ausgleichen zu können, müsste man bei einem Zinssatz von 2 Prozent p.a. permanent 3000,- EUR als Guthaben auf dem Konto haben.

Bei einer Verzinsung von 3 Prozent p.a. wären es immer noch 2000,- EUR. Diese Summen bräuchte man also, um die angenommenen Kontogebühren erst einmal „deckeln“ zu können, bis sich also die Kosten durch die Zinsen amortisieren. Diese Kalkulation geht natürlich nur dann auf, wenn sich die Zinserträge innerhalb des Sparerfreibetrages bewegen, also keine Steuern für die Zinsen anfallen.

Die Lösung - gebührenfreie Girokonten

Auf diese Art und Weise kalkulieren viele, doch sie machen unter dem Strich gesehen nichts gut dabei, denn es gibt weitaus bessere Lösungsvarianten. So sollte man, wie bereits weiter oben schon angesprochen, ausschließlich nach gebührenfreien Konten suchen. Ein bisschen aufpassen muss man dabei, denn oftmals sind solche Konten an Bedingungen gebunden. Sehr beliebt bei den Banken scheint hierbei die Variante des monatlichen Mindestgeldeingangs zu sein. Unterschreitet man diese Grenze, fallen sofort wieder Kontogebühren an.

Tagesgeldsparen mit einem Tagesgeldkonto

Kommen wir nun zur Antwort auf die Frage, wie man besser sein Geld besser ansparen kann. Hierbei gibt es eine empfehlenswerte Variante, nämlich die des Tagesgeldsparen. Dabei benötigt man ein ganz normales Tagesgeldkonto, das man bei den bekannten Direktbanken natürlich kostenlos bekommen kann. Der Vorteil eines solchen Tagesgeldkontos ist, dass man sehr flexibel Geld ansparen und aber auch tagtäglich wieder drauf zurückgreifen kann. So spart man je nach Belieben monatlich feste Beträge oder überweist variabel übrigbleibendes Geld vom Girokonto auf das Tagesgeldkonto.

Der Trick dabei ist psychologischer Natur: Auf das Guthaben des Tagesgeldkontos kann man nicht so schnell zugreifen wie beim Girokonto, da man keine EC-/Maestro-Karte bekommt. Man kann lediglich das Geld auf sein Girokonto, das man als Referenzkonto nutzt, per Online Banking zurücküberweisen. Dadurch baut man sich selbst eine kleine Barriere, sein hart erspartes Geld nicht gleich wieder auszugeben. So betreibt man einerseits einen Vermögensaufbau und andererseits hätte man für den Fall der Fälle, man bräuchte von einem Tag auf den anderen einen größeren Geldbetrag, genügend Sofortreserven.

Text: Henning Petrat - Artikel vom: 02.12.2006