Informationen zum Deckungsbeitrag

Unterschiede des Deckungsbeitrages

Der Deckungsbeitrag ist ein Begriff aus der Kostenrechnung. Der Deckungsbeitrag stellt eine Hilfskennzahl dar, die  rein buchhalterischen Charakter hat. Unter dem Deckungsbeitrag versteht man den Betrag den ein Produkt zum decken der Fixkosten und damit dem erzielen des Nettoertrags leistet. Es wird im allgemeinen nach zwei Arten des Deckungsbeitrages unterschieden:

  • DB 1 (einstufige Deckungsbeitragsrechnung)
  • DB 2 (mehrstufige Deckungsbetragsrechnung).

Der Deckungsbeitrag 1 (auch Direct Costing genannt ) errechnet sich aus wie folgt:

DB1 = variable Produktkosten – Nettoerlöse

Beim DB 2 (auch Fixkostendeckungsrechnung genannt) hingegen werden außer den variablen Kosten auch fixe Herstellungskosten vom Nettoerlös abgezogen.

Dadurch kann der Deckungsbeitrag 2 für eine Reihe betriebswirtschaftlicher Entscheidungen zu Rate gezogen werden: Preisuntergrenze, optimales Produktionsverfahren, Eigenfertigung oder Fremdbezug, und einiges mehr. Mit dem DB 2 sollen eine Vollkostenrechnung, aber auch ein totaler Verzicht auf die Verrechnung fixer Kosten ausgeschlossen werden. Bei der mehrstufigen Deckungsbeitragsrechnung erfolgt eine Unterteilung der Fixkosten in verschiedene Kostenarten:

  • Unternehmensfixkosten
  • Bereichsfixkosten
  • Produktfixkosten
  • Kostenstellenfixkosten
  • Produktgruppenfixkosten

Nicht zuweisbare fixe Kosten durch Deckungsbeitrag gedeckt

Die nicht zuweisbaren fixen Kosten sollen durch den Deckungsbeitrag gedeckt werden. Wenn dies nicht erreicht werden kann, zahlt das Unternehmen entweder bei der Produktion drauf oder muß zur Kostendeckung den Verkaufspreis des Produktes erhöhen. Der Deckungsbeitrag sollte also immer positiv ausfallen, damit sich die Produktion rechnet.

Wenn man sich unsicher ist, ob bestimmte Kosten den fixen oder den variablen Kosten zuzurechnen sind, dann läßt sich dies ganz einfach klarmachen, in dem man sich fragt ob die betrachteten Kosten bei einer Mehrproduktion steigen oder gleich (fix) bleiben. Bestes Beispiel für fixe Kosten sind zum Beispiel Mieten für Büroräume, aber auch die GEZ-Gebühr. Zu den variablen Kosten zählt zum Beispiel das Mehl, daß ein Bäcker verbraucht. Backt er mehr Brote, braucht er auch mehr Mehl. Die Miete die er für seine Backstube bezahlt ist aber immer gleich hoch, unabhängig von der Anzahl der gebackenen und verkauften Brote.

Es lassen sich also die Ergebnisse der Deckungsbeitragsrechnung auch gut in Kosten-Nutzen-Untersuchungen einbinden. Seit 1994 unterstützt Solution Matrix Ltd. Unternehmen bei der Entscheidungsfindung und -planung, bewertet Geschäftsentscheidungen und analysiert die Auswirkungen auf das Unternehmensergebnis.

Text: Torsten Maue - Artikel vom: 21.08.2006