Usenet Provider

Die Probleme des klassischen Filesharing sind seit langem bekannt: Langsame Downloads, lange Wartezeiten, mangelnde Anonymität. In Anbetracht dieser Tatsache hat in letzter Zeit ein fast vergessener Teil des Internets eine Renaissance sonders gleichen erlebt: Die Rede ist vom Usenet, entstanden im Jahre 1979 als Unixbasierte Verbindung zweier amerikanischer Universitäten.

Das Usenet ist ein Zusammenschluss aus einer sehr großen Zahl an sog. Newsgroups. Schätzungen gehen mittlerweile von weit mehr als 60.000 derartiger Newsgruppen aus. Diese Gruppen sind hierarchisch strukturiert und kaum ein Thema, zu dem es keine Newsgroup gäbe.

Für die Nutzung dieses Usenet benötigt man lediglich einen Internetzugang und einen Newsgroupreader (z. B. Forte Agent oder auch Outlook Express). Neben den rein Textbasierten Gruppen, wo jeder User seine Meinung in Form eines sog. „Postings“ tun kann, gibt es auch jede Menger Gruppen, welche Download Links zu aktuellen Filmen, Games, Software etc. bereithalten. Obwohl sich nicht genau überprüfen lässt wie viele solcher Daten wirklich zur Verfügung stehen, so reichen die Schätzungen von 50 bis 80 Terabyte an Daten.

Die meisten "normalen" Internet-Provider haben diese Gruppen allerdings gesperrt. Wer sich also für diese sog. Binary Gruppen interessiert, braucht einen professionellen Usenet Provider, welcher dem User einen uneingeschränkten Zugang zum Usenet anbietet. Derartige Provider gibt es mittlerweile eine ganze Menge, Usenext und Firstload sind die wohl bekanntesten.

Im Gegensatz zu den bekannten Filesharing Plattformen wie Edonkey, Emule, Kazaa etc. verspricht das Usenet anonyme, sichere und schnelle Downloads. Der Download läuft nicht bruchstückhaft und langsam, sondern ohne Pause und so schnell wie die Leitungsgeschwindigkeit ist. Wer bisher noch keine Erfahrungen sammeln konnte, hat bei den meisten Anbietern die Möglichkeit eines kostenlosen Testzeitraumes. So kann sich der User am besten ein eigenes Urteil vom neuen Usenet Trend bilden.

Text: Oliver Sinz - Artikel vom: 02.03.2006