Konquistadoren und die spanische Inquisition
Die Eroberer Amerikas und dier Ketzerverfolgung
Die Konquistadoren aus Spanien waren weltbekannt, und sind den meisten auch heute noch ein geläufiger Begriff, den man mit der brutalen Eroberung Süd- und Mittelamerikas verbindet. Das Wort Konquistador wurde als Überbegriff für alle spanischen und portugiesischen Entdecker, Abenteurer und Soldaten eingeführt, die im 16. und 17. Jahrhundert große Teile des amerikanischen Kontinents im Namen der spanischen Krone in Besitz nahmen.
Im Grunde genommen konnte jeder zum Konquistador werden, der sozusagen einen Sponsor für seine Reise fand, und zumeist waren diese Eroberer der neuen Welt keine gut ausgebildeten spanischen Soldaten, sondern Glücksritter aus armen Gegenden Spaniens, wie der Extremadura, die sich in der neuen Welt Wohlstand und ein besseres Leben erhofften und daher die Mühen dieser Reise auf sich nahmen.
Wer Konquistador werden wollte, benötige eine Lizenz
Die Entdecker mussten zuvor bei einer eigens dafür eingerichteten Behörde eine Art Lizenz beantragen, in der auch die Rahmenbedingungen der Expedition, wie zum Beispiel die Gründung von Siedlungen, die Größe des zu erschließenden Gebiets und die Christianisierung der Heiden im Land festgelegt wurden.
Im Endeffekt stand zwar offiziell immer die Erschließung neuen Landes und Gründung neuer Siedlungen im Vordergrund der Missionen, doch ging es faktisch in den meisten Fällen nur um die Ausbeutung der Bodenschätze, vor allem in Form von Gold- und Silberminen, in denen die einheimischen Indios unter schlimmen Bedingungen schuften gelassen wurden.
Brutale Inquisition
Der ewige Mythos von El Dorado, dem goldenen Tal spielte dabei eine erhebliche Rolle, doch leider zerstörten die Konquistadoren mit ihrem brutalen Vorgehen die Hochkulturen der Inkas, Mayas und Azteken, die den Feuerwaffen der Weißen nicht gewachsen waren. Durch zusätzlich eingeschleppte Krankheiten, gegen die die Indios nicht resistent sein konnten schätzt man die Zahl der zwischen 1500 und 1600 gestorbenen Ureinwohner heute auf gut 50 Millionen.
Text: Marlene Dech / PlusContact Promotion GmbH - Artikel vom: 09.05.2007