Wenn das Gehirn nachlässt - Ginkgo Gingium
Nachlassendes Gedächtnis Grund zur Sorge?
Manchmal werden Menschen im Alter merkwürdig. War der Partner früher erfolgreich und selbstständig, wird er im Alter zunehmend hilflos. Oder der einst so vitale Vater vergisst plötzlich Namen und verlegt Dinge. Wenn sich Gedächtnis und Verhalten verändern, denkt jeder sofort an die gefürchtete Alzheimer-Demenz. Diesem Verdacht sollte ein Arzt möglichst schnell nachgehen, denn die auffällige Andersartigkeit kann auch ganz andere Ursachen haben, welche ebenfalls eine Behandlung bedürfen.
Nicht selten gibt es für Störungen der Hirnleistung einen ganz simplen Grund. Denn ältere Menschen trinken einfach viel zu wenig, wodurch es dann zu Durchblutungsstörungen kommen kann. Mindestens zwei Liter Flüssigkeit täglich, sind aber Pflicht!
Verkalkung Ursache für schwindendes Denkvermögen
Ebenso kann auch die allmähliche Verkalkung der Gefäße im Gehirn, ein Grund für das nachlassende Denkvermögen sein. Diese kann sich in unterschiedlicher Art und Weise äußern. Manche vergessen wichtige Termine, andere können sich nur noch schwer konzentrieren. Wiederrum andere erinnern sich nicht mehr an die Namen von Menschen, welche sie eigentlich gut kennen. Übergewicht, Bluthochdruck, zu wenig Bewegung, zu hohe Blutfettwerte oder Nikotin sind Schuld an der Verkalkung.
Stoffwechsel-Anregung durch Ginkgo
Das Gehirn wird dadurch weniger durchblutet und daher schlechter mit Sauerstoff versorgt. Deshalb bringen viel Bewegung und eine Umstellung auf gesunde Ernährung, Hilfe. Aber auch Pflanzen, können das Gedächtnis zusätzlich unterstützen. Ginkgo (z. B. in dem Arzneimittel Gingium enthalten) regt den Stoffwechsel im Gehirn an, wodurch die Zellen mehr Sauerstoff erhalten. Die Konzentration wird durch Ginseng verbessert, und Rosenwurz fördert analytisches Denken.
Folsäure - Ein Mängel wirkt sich auf das Gedächtnis aus
Auf das Gedächtnis kann sich allerdings auch ein Mangel an Folsäure negativ auswirken. Da reichlich Folsäure in Avocados, grünem Salat, Bohnen und Karotten enthalten ist, sollte dieses Gemüse häufig auf dem Speiseplan stehen.
Des Öfteren sind jedoch auch Funktionsstörungen der Schilddrüse, Ursache von Gedächtnisschwäche, Verwirrtheit oder Lethargie (Gleichgültigkeit). Werden solche Symptome zum ersten Mal bemerkt, sollte man seinen Arzt auf das kleine Organ am Hals, die Schilddrüse, ansprechen. Zudem können Störungen von Gedächtnis und Konzentrationen auch auf Depressionen oder Parkinson zurückgeführt werden.
Lautet die Diagnose tatsächlich Alzheimer, ist eine schnelle Behandlung wichtig. Acetylcholinesterase-Hemmer wie Galantamin haben sich im frühen und mittleren Stadium bewährt. Sie bremsen den Abbau des Nervenbotenstoffs Acetylcholin und somit ein Fortschreiten der Erkrankung.
Text: Lina Andersson - Artikel vom: 01.06.2007