Zahnimplantate - Zahnersatz

Zähne können ersetzt werden

Zahnimplantat beinhalt ein Teilgebiet der Zahnheilkunde. Hierbei geht es um das Einpflanzen von Fremdkörpern in den Kieferknochen, welches in der Fachsprache auch Implantologie genannt wird. Hiermit wird eine so genannte künstliche Zahnwurzel erstellt. Das Enossale zylinderförmige Implantat, welches meist aus Titan oder auch aus keramischen Materialien besteht, wird mit einem Schraubgewinde in ein rundes rotationssymmetrisches Bohrloch in den Kieferknochen eingedreht.

Nach etwa 3 bis 6 Monaten verbindet es sich mit dem umliegenden Knochen und wird durch seinen herausragenden Pfeiler zu einer Belastungsfähigen Trägereinheit für Kronen, Brücken oder herausnehmbaren Zahnersatz. Des Weiteren gibt es die subperiostale Methode, hier werden flache blattförmige Implantate, auch Extensionsimplantate genannt, unter die Knochenhaut entlang dem Knochenkieferverlauf ca. 4-14 mm tief eingepflanzt.

Die Vielfalt der Zahnimplantate

Darüber hinaus gibt es um die 200 verschiedenen Implantatsystemen. Zahnimplantate können dann eingesetzt werden bei einer Freiendlücke, was eine verkürzte Zahnreihe darstellt, bei einer Schaltlücke, wo in einer sonst geschlossen Zahnreihe 1-2 Zähne fehlen, bei einer großen Schaltlücke, wo in einer sonst geschlossen Zahnreihe mehr als 2 Zähne fehlen und bei völliger Zahnlosigkeit. Die so genannte Liegedauer von Implantaten hängt zum größten Teil von dem Erhalt des umliegenden Knochens ab.

Es kann durch bakterielle Einflüsse zur Auflösung der Knochenmatrix kommen. Da ist es sehr wichtig auf die Mundhygiene zu achten, vor allem in der Anfangszeit nach dem operativen Eingriff. Bei einem erfolgreichen implantologischen Eingriff sollten auf folgende Faktoren insbesondere geachtet werden:

Beim Zahnersatz müssen die Gegebenheiten berücksichtigt werden

Die Patientenselektion mit medizinischer und lokaler Indikation, die Knochenquantität, wo überprüft wird ob genügend Knochen vorhanden ist, die Knochenqualität, wo die Knochendichte überprüft wird, das Implantatmaterial, welches kompatibel für den Knochen ist, die Implantatoberfläche, welche mikroporös sein sollte, die Implantatform wie zum Beispiel in Form von Zylinder-, Schrauben-, Nadel-, Blatt und konischen Implantaten, die Implantationsplanung, welches die optimale Positionierung für den entsprechenden darauf folgenden Zahnersatz beinhaltet, das chirurgische Vorgehen.

Wobei hier insbesondere auf den hygienischen Ablauf und auf die ständige Kühlung beim präparieren geachtet werden sollte, die Suprastruktur, welche von der Auswahl des nachfolgenden Zahnersatzes abhängt, die Okklusion, welche die Belastbarkeit wie von einem normalen Zahn beinhaltet, die Mundhygiene und zu aller letzt die regelmäßigen Nachsorgeuntersuchungen, welche alle 6 Monate und zusätzlich 2-4 mal im Jahr eine professionelle Zahnreinigung erfolgen sollte. Die Zahnimplantat Preise können sehr unterschiedlich sein, daher sollte man sich vorher intensiv mit dem Thema beschäftigen und sich verschiede Angebote einholen.

Text: Christian Rede - Artikel vom: 04.08.2007