Die Wahl des richtigen Parfums

Die Vielfalt der Düfte

Für jeden Typ, ob Mann oder Frau, werden hunderte verschiedene Parfum angeboten, die in verschiedene Kategorien wie z.B. blumig, orientalisch, fruchtig oder holzig eingeordnet werden. Auf der Suche nach dem "richtigen Parfum" kann man sich durchaus erstmal nach Empfehlungen von Freunden oder einem Parfum-Verkäufer richten. Aber nicht jede dieser Empfehlungen paßt auch wirklich zu jedem, denn beim Parfum gilt nicht nur, dass die Geschmäcker verschieden sind, sondern zusätzlich riecht auch jedes Parfum bei jedem Menschen etwas anders.

Man sich sollte sich daher für ein Parfum entscheiden, welches einem am besten gefällt und mit dem man sich in gewisser Weise am besten identifizieren kann. Es macht auch Sinn, regelmäßig andere Parfums zu verwenden, denn die menschliche Nase gewöhnt sich schnell an Gerüche, so dass man sein eigenes Parfum relativ schnell nicht mehr wahrnimmt und somit auch zu einer höheren Dosierung neigt, die dann eventuell andere Mitmenschen stören könnte. Außerdem kann man durch den gelegentlichen Wechsel des Parfums dieses z.B. auch je nach Anlaß, Stimmung oder Kleidung tragen. Natürlich erschwert dies ein wenig die Qual der Wahl, weil man so gleich nach mehreren zu einem persönlich passenden Düften Ausschau halten muss.

Düfte in der Parfümerie oder Drogerie testen

Möglichkeiten, um das richtige Parfüm zu finden gibt es mehrere. Man kann sich bei Freunden und Freundinnen umschauen und diese fragen, man kann in eine Parfümerie bzw. Drogerie gehen oder auch Direktvertriebspartner eines Parfum-Vertriebs kontaktieren. Somit erhält man eine gewisse Auswahl an Proben, die man sich z.B. auf die Handgelenke sprühen oder streichen lassen kann. Probiert man mehrere Düfte aus, so sollte man dabei darauf achten, dass diese ausreichend weit entfernt voneinander entfernt auf die Haut aufgebracht werden.

Ist der Abstand zu niedrig, so verfälschen die Düfte sich gegenseitig. Auch wird es schwierig, mehr als fünf Düfte hintereinander zu riechen - manche Nasen fangen sogar schon nach dem dritten Duft an, "verrückt" zu spielen. Die kleinen Duftölbestandteile, die als Geruch in die Nase steigen, überlagern sich dann und behindern spätere Riechproben. Ein beliebtes Mittel, um wenigstens ein paar weitere Düfte gut wahrnehmen zu können, ist es, zwischendurch an gemahlenem Kaffee zu riechen. Eine weitere Möglichkeit ist es, die Düfte auf geruchsneutrale Papierstreifen zu sprühen, die man bei Bedarf beschriften kann, um auch später noch zu wissen, was man da eigentlich beschnuppert.

Wie wirkt ein Parfüm ?

Auch sollte man bedenken, dass sich Parfum erst entwickeln muss, denn es handelt sich dabei um eine Komposition verschiedener Duftstoffe. Nach etwa einer Stunde hat sich die Kopfnote verflüchtigt, es bleibt die mehrere Stunden haltende Herznote übrig. Nachdem auch diese schließlich aufgehört hat zu wirken, bleibt die Basisnote mit langhaftenden Bestandteilen der Duftölkomposition übrig. Deshalb wird oft empfohlen, ein Parfum erst einige Zeit auf der Haut wirken zu lassen und sich erst später für das gewünschte Parfum zu entscheiden. Dabei sollte man allerdings auch nicht alle paar Minuten an den besprühten Stellen riechen, weil die Nase sonst wieder in den Gewöhnungseffekt kommt und man selbst das Parfum kaum noch wahrnimmt.

Interessant ist für den ein oder anderen auch ein besonderer Botenstoff, den man nicht bewußt riechen kann: Pheromon. Die beim Menschen nur unterbewußt wirkenden Pheromone sind ein sogenannter Sexuallockstoff, der in kleinen Mengen Parfums beigemischt werden kann. In den handelsüblichen Markenparfums werden diese im Regelfall jedoch nicht zugesetzt.

Text: Norbert Schröder - Artikel vom: 29.06.2007