Urlaubsland Kuba

Die Karibikinsel Kuba

Wer an Kuba denkt, hat oft eine marode Wirtschaft, den auf seinem Stuhl klebenden Fidel Castro und vielleicht auch noch die berühmten Havanna-Zigarren vor Augen. Doch Kuba ist auch ein Urlaubsland. Bereits Ernest Hemingway wusste die Karibik-Insel zu schätzen, und zwar so gut, dass er gleich fest nach Kuba zog.

Immer mehr Touristen verbringen ihre Ferien dort, die Insel am Golf von Mexiko ist am boomen. Zwischen Florida und Haiti gelegen verfügt Kuba über ein Klima, dass es für Badeurlauber äußerst attraktiv macht. So ist es auch nicht verwunderlich, dass jedes Jahr über zwei Millionen Urlauber auf das Eiland kommen. Viele kommen möglicherweise aus Neugier, um noch einmal einen der letzten kommunistischen Staaten „live“ zu erleben. Die Kubaner schlagen ja auch durchaus aus diesem Umstand Profit. An beinahe jeder Ecke gibt es die bekannten Che Guevara T-Shirts zu kaufen (mittlerweile gibt es übrigens auch Bud Spencer Shirts im gleichen Stil).

Begehrte Mitbringsel aus Kuba

Die Shirts sind eines der begehrtesten Mitbringsel von der Insel. Auch Anstecker und ähnliche Devotionalien gehen weg wie warme Semmeln. Che Guevara selbst hätte sich wohl kaum jemals träumen lassen, dass er auf diese Art und Weise dazu beitragen würde, das Einkommen seiner „Genossen“ zu sichern. Der Tourismus übrigens ist eine der Haupteinnamequellen der Kubaner. Ein Grossteil der Touristen kommt aus Kanada, für US-Amerikaner ist es ja wegen des Wirtschaftsembargos nicht so einfach, nach Kuba zu reisen. Manche nehmen jedoch den Umweg etwa über Mexiko in Kauf um den „Erzfeind“ zu besuchen.

Ein nicht unbedeutender Teil der Gäste kommt aber auch aus Europa. Spanien, Italien, England, Frankreich und Deutschland sind hier die Haupt-Herkunftsländer. Die Jobs im Tourismusbereich sind bei den Kubanern beliebt, schließlich gibt es hier auch für gering qualifizierte mehr zu verdienen als in vielen anderen Branchen. In der Branche werden mittlerweile teilweise auch durchaus kapitalistische Sitten salonfähig. So werden viele der Angestellten an den Gewinnen ihrer Arbeitgeber beteiligt.

Text: Florian Mayer - Artikel vom: 04.10.2006