Telefone - unverzichtbar in unserer Gesellschaft
Entfernungsunabhängige Kommunikation
Nachrichten und Informationen zu übermitteln, unabhängig von der Entfernung, ist heutzutage selbstverständlich und ist letztendlich einem Kommunikationsmittel zu verdanken, das gewissermaßen ein Segen unserer Gesellschaft darstellt: Das Telefon.
Es hat das Leben von Grund auf um einiges erleichtert und hat sich seit seiner Erfindung permanent weiterentwickelt. In sämtlichen Bereichen des Lebens sind Telefone heutzutage anzutreffen, ob nun im privaten oder öffentlichen Bereich, als Festanschluss oder mobil. Jeder gebraucht das Telefon und kann sich seine Existenz auch schwerlich wegdenken.
Funktionsweg eines Telefons
Es besteht aus drei Teilen. Da gibt es den eigentlichen Apparat, der den Schall über ein Mikrofon in elektrische Signale umsetzt und empfängt. Neben der Vermittlungsanlage der einzelnen Telefongesellschaften, sind dann noch die Übertragungskanäle zu nennen, bei denen es sich meist um unterirdische Kabelnetze handelt. Bei Handys hingegen sind es kabellose Kanäle und für weltweites Telefonieren gibt es das Satellitentelefon.
Die eigentliche Geschichte des Telefons beginnt mit dem Jahr 1837 und der Konstruktion des Morsetelefons durch Samuel Morse. Damit wurde die Basis geschaffen, Signale durch elektrische Leitungen umzusetzen.
Wer erfand das Telefon ?
An der eigentlichen Entwicklung waren mehrere Personen beteiligt. Neben dem Deutschen Philip Reis, der bereits 1861 einen Fernsprecher erfand, diesen aber nicht weiterentwickelte, ist der Amerikaner Graham Bell als der Wichtigste hervorzuheben.
Bell’s Gerät konnte sowohl als Mikrofon wie auch als Fernhörer benutzt werden, wobei über eine Metallmembran Schwingungen in elektrische Signale umgewandelt und weitergeleitet wurden.
Während eine Verbindung anfangs über Handvermittlung erfolgte, wurde 1888 von Almon Strowger ein automatisches Vermittlungssystem entwickelt, das über einen Nummernschalter und über Impulsverfahren funktionierte. Die Telefonleitungen, die man währenddessen in Deutschland bereits 1883 zwischen größeren Städten schuf, wurden ab 1912 unterirdisch gelegt.
Mehrfrequenzwahl
Das Mehrfrequenzverfahren, bei dem elektronische Schaltungen durch Tastwahlböcke erfolgen und das noch heute für analoge Telefone am gebräuchlichsten ist, wurde 1955 von der amerikanischen Firma Bell Telephone Laboratories entwickelt.
Mit der Ersetzung der elektronischen Elemente durch Halbleiter-Bauteile in der modernen Elektronik wurden die Telefone zunehmend kleiner und funktioneller. So kam 1974 das Tastentelefon heraus, gefolgt von dem Rufnummernspeicher, der Displayanzeige und der Freisprechfunktion.
Eine Digitalisierung der Vermittlungstechniken für ISDN, um unterschiedliche Datenübertragungen mit einem Netz nutzen zu können, erfolgte in Deutschland bundesweit 1989. Eine Weiterentwicklung von ISDN ist DSL, wobei hier der Frequenzbereich vielfach größer ist. Da DSL nicht nur beim Telefonieren, sondern auch für Internetverbindungen genutzt wird, ist die Geschwindigkeit vergleichen mit analogen und ISDN-Anschlüssen um einiges höher.
Enormer Boom im Mobilfunk seit den 90igern
Für den Mobilfunk, der seit Ende der 50er Jahre im Kommen war und sich immer weiter ausdehnte, gab es ab 1992 den ersten privaten Netzbetreiber. Durch die Verbesserung der Netze und Frequenzbereiche nahm die Zahl der Nutzer seit Mitte der 90er Jahre mehr als das Zwanzigfache zu.
Text: Klaus-Martin Meyer - Artikel vom: 06.06.2007