Die Geschichte des Chronographen

Uhren mit zusätzlicher Stoppfunktion

Wenn man Chronographen heute wörtlich übersetzt, bedeutet es Zeitschreiber. Gemeint mit diesem Begriff sind die heutigen Uhren mit zusätzlicher Stoppfunktion. Diese Funktion erlaubt eine Kurzzeitmessungen durchzuführen, ohne die normale Zeitanzeige zu beeinflussen. Zweites Kriterium eines Chronographen ist, dass man die Stoppzeiger nach einer durchgeführten Zeitmessung wieder auf die Ausgangsstellung bringen kann.

Die Geschichte des Chronographen zeigt, dass bis zum Erfüllen dieser beiden Kriterien ein weiter Weg war: Den ersten Chronographen erfand der Franzose Rieussec im Jahre 1821. Sein Modell ähnelte der heutigen Stoppuhr überhaupt nicht, denn bei seinen Chronographen drehte sich das Zifferblatt. Ein Schreiber, der sich darauf befand, schrieb die gemessenen Zeiten als kleine oder größere Striche auf.

Chronographen mit Doppelzeigermechanismus

Geschichte der ChronographenZirka 10 Jahre später entwickelte Joseph Thaddäus Winnerl eine Uhr, die bereits einen separaten anhaltbaren Sekundenzeiger besaß. Doch dies reichte den Östereicher nicht. Er hatte größere Visionen, die er auch verwirklichte. Er erfand später einen Chronographen mit einem sogenannten Doppelzeigermechanismus. Diese Chronographen besaßen zwei Sekundenzeiger, die übereinander lagen und nacheinander gestoppt werden konnten. Somit wurde die gemessene Zeitspanne als Differenz errechnet. Dieses Prinzip, welches Winnerl benutzte, heißt "Nachspringende Sekunde". Es gab allerdings einen Nachteil: leider konnten die Zeiger nicht auf Null gestellt werden.

Stetige Weiterentwicklung

Im Jahre 1844 erfand der Franzose Adolphe Nicole das sogenannte Nullstellherz. Er entwicklte immer weiter und stellte schließlich 1862 den ersten Chronographen in Form einer Taschenuhr vor. Die endgültige Form so wie wir sie heute kennen und verwenden, war damit aber noch nicht gefunden. Auguste Baud baute Zusatzmechanismen ein, die unseren heutigen Stoppuhren ähnelten. Aufgrund dieser Erfindungen entwickelte sich der Chronograph stets immer und immer weiter. Heute gibt es Uhren mit Stoppfunktionen in allen Varianten und Formen. Diese werden weniger im professionellen Sportumfeld genutzt; dort gibt es leistungsfähige, computergesteuerte Stoppuhren und hochkomplexe Kamera- sowie Zeiterfassungssysteme.

Viel mehr werden Chronographen heute von modebewussten Männern gekauft – die eine Uhr häufig nicht nur als Zeitmesser betrachten, sondern eben als Mode-Accessoir bzw. auch Statussymbol. Rein rationell lässt sich natürlich nicht erklären, wieso Kunden 3.000 EUR und mehr für eine Uhr ausgeben – denn die Zeit lässt sich zuverlässig auch mit der günstigsten Uhr für 5 EUR aus dem Supermarkt erfassen. Vielmehr geht es hier um eher emotionale Faktoren, die den Kauf eines Luxus-Chronographen erklären.

Moderne attraktive Chronographen in Onlineshops

Doch nicht in jedem Fall muss man ein Vermögen ausgegeben, um einen hübschen Chronographen um sein Handgelenk schließen zu können. Viele Onlineshops bieten heute moderne und attraktive Modelle an, die in der Masse die Preisgrenze von 200 EUR selten überschreiten. Wer bereit ist, 100 oder 200 EUR für eine ansehnliche Uhr auszugeben, wird in diesen Onlineshops in aller Regel fündig – die gesetztliche Gewährleistungsfrist hilft ja sowieso dabei, mindestens zwei Jahre Freude an der neuen Uhr zu haben.

Text: Frank Müller - Artikel vom: 17.04.2007 - Bildquelle: fred/aboutpixel.de