Ist der Gregorianische Mondkalender falsch?

Greogerianischer Mondkalender - Ist er nun falsch oder richtig?

Ich behaupte einfach mal, dass der gregorianische Mondkalender falsch ist. Aber vielleicht sollte ich erst mal fragen, ob Sie überhaupt schon einmal etwas von dem Mondkalender gehört haben? Der Jahreskreis setzt sich, aus insgesamt acht Festtagen zusammen, und zwar abwechselnd an den vier Festen Jul, Ostara, Litha und Mabon, die den Anfang und die materielle Festsetzung der Jahreszeiten darstellen, und den vier Mondfesten Samhain, Imbolc, Beltane und Lughnasad, die den Gipfel der entsprechenden Jahreszeit und gleichzeitig die spirituelle Einarbeitung der Nächsten bedeuten. Die letztgenannten vier Feiern waren ursprünglich Festtage zum Vollmond/Neumond.

Die Wichtigkeit der Mondfeste liegt in ihrer spirituellen Ansicht, als Vorbereitung auf den Beginn der vier Jahreszeiten zu gelten, deren Beginn mit den Sonnenfesten als astronomischem Ereignis beginnt. Der Vergleich zwischen Mond, der mit Eigenschaften wie weiblich, spirituell, gefühlvoll und intuitiv in Verbindung gebracht wird und der Sonne, die als männlich anzusehen ist, der Materialismus, Realismus, Logik und Verstand zugeschrieben werden, stellt eine Gegenüberstellung dar, die man als Yin/Yang oder das weiblich/männliche Prinzip benennen kann. Es ist der Wechsel bei gleichzeitiger Verbundenheit.

Bedeutung der Mondphasen

Im Wechsel des Jahres zeigen sich diese Polarität. Gleichzeitig gibt es durch den Mond und durch seine Phasen einen kleinen Kreislauf des Werdens und Vergehens, während der größeren regelmäßigen Wiederholungen des Sonnenjahres. Die Zeit des zunehmenden Mondes steht für Wachstum und Fruchtbarkeit. Der Vollmond für den Punkt größter Energie, die Sommersonnenwende, der abnehmende Mond für den Rückzug der Natur, der Herbst und schließlich der Neumond für den Punkt geringster Energie, den Tod und die Wintersonnenwende.

Die Wichtigkeit der halben Monde ist den Tag- und Nachtgleichen ähnlich und teilt somit nicht nur den Mondzyklus in vier Einteilungen, sondern nochmals die Halbjahre in Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Dies erklärt auch, warum an drei Vollmonden die Vorbereitung der Sonnenfeste gefeiert wird und Samhain im Gegensatz dazu an einem Neumond. Da für die Berechnung dieser Feste der Kalender relevant ist, hat sich eine Festlegung der Daten ergeben, wie sie nicht zuletzt auch durch die Kirche veranschlagt wurde. Es besteht natürlich die Gefahr, ehemalige Vollmondfeste direkt an Neumondtagen zu feiern.

Text: Philip Fischer - Artikel vom: 31.08.2006